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Lotto

Dieser Text beschreibt Lotto.


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Lotto Artikel

Lotto oder Lotterie (französisch lot "Anteil, Los"; italienisch "Glücksspiel, Losspiel") ist ein Glücksspiel, bei dem der Spieler gegen einen finanziellen Einsatz auf das Ziehen vorher getippter Zahlen aus einem begrenzten Zahlenpool setzt.

Unterschieden wird dabei zwischen zwei Konzepten. Beim Zahlenlotto wählt der Spieler eine begrenzte Anzahl Zahlen aus einer endlichen Zahlenreihe. Das bekannteste Beispiel in Deutschland ist dafür das Spiel "6 aus 49". Hierfür werden sechs Zahlen aus einer von eins bis neunundvierzig bestehenden Zahlenreihe auf einem Tippschein angekreuzt. Bei der späteren Ziehung werden die Gewinnzahlen ermittelt und entsprechend der Quote Geldpreise ausbezahlt.

Die zweite Variante ist die Klassenlotterie. Durch den Kauf eines Loses mit aufgedruckter mehrstelliger Gewinnzahl erhält der Spieler seine Teilnahmeberechtigung an der Wette. Die unterschiedlichen Gewinnklassen legen die Höhe der Auszahlung in dem vorherein fest.

Die zwei Spielsysteme kommen in der Praxis fast nie in reiner Form vor, sondern auf Grund einer zu steigernden Attraktivität vermischt und abgewandelt. So gibt es bei "6 aus 49" auch unterschiedliche Gewinnklassen, abgestuft nach Anzahl der richtig getippten Zahlen. Das "Spiel 77", eine Klassenlotterie, kennt dagegen auch unterschiedliche Quoten in den Gewinnklassen je nach Anzahl der Teilnehmer.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Das grosse Gewinnerbuch Eine gute Investition! Die Ideen und Strategien des Autors sind durchdacht, verständlich geschrieben und regen zur Umsetzung an. Es sind häufig die Ideen, auf die man eigenlich hätte selber kommen müssen, sie aber aus Gründen der Faulheit oder des Pessimismus nicht umzusetzen und weiterdenken wagte. Leicht verständlich wird der Leser an die bizzare...

Geschichte des Lottos

Lotto erfanden die Genuesen in dem 15. Jh, um jährlich ihre Ratsmitglieder neu zu bestimmen. Sie schrieben neunzig Namen auf Zettel und zogen verdeckt fünf aus diesen neunzig. Aus der Bestimmung des neuen Stadtrates entwickelte sich ein reger Wettbetrieb, aus dem sich später das Lotto entwickelte, im die Namen durch Zahlen ersetzt wurden, das erste "5 aus 90". Als erster der dieses Zahlenlotto privat als reines Glückspiel anbot ist der Genuese Benedetto Gentile überliefert. Schon damals fanden sich viele begeisterte Lottospieler und sorgten für hohe Umsätze. Da dieses einfache Geschäftsprinzip große Gewinne für den Veranstalter einbrachte, ging das Recht Lotterien zu veranstalten auf die jeweiligen Herrscher oder Regierungen über. An den Königs- und Fürstenhöfen war es eine schöne Einnahmequelle. Auch heute noch ist diese Regelung global üblich. An private Betreiber werden höchstens Konzessionen für Lotterien vergeben. Häufig wurde das Lotto wie auch andere Glücksspiele als moralisch verwerflich genannt und verboten.

In Deutschland ist die staatliche Lotterie "6 aus 49" durch seine öffentliche Auslosung in dem Fernsehen sehr beliebt.
Nach dem zweiten Weltkrieg führte Westberlin am 11. Januar 1953 das Lotto mit der Spielformel "5 aus 90" wieder ein. Später gründeten am 30. Juni 1955 die Länder Hamburg, Schleswig-Holstein, Bayern und Nordrhein-Westfalen das Lottounternehmen Deutscher Lottoblock. Die erste gemeinsame Ziehung von Lottozahlen erfolgte öffentlich am 9. Oktober 1955 in dem Hamburger Hotel "Mau" mit "6 aus 49". Zwei Waisenmädchen zogen abwechselnd die sechs Zahlen in der Reihenfolge 13-41-3-23-12-16. Eine Zusatzzahl verlieh erst am 17. Juni 1956 dem Spiel zusätzliche Attraktivität. Damit sich durch das Nichtbesetzen der höchsten Gewinnklasse öfter ein gut gefüllter Jackpot ergibt, konnten sich die Lottospieler am 7. Dezember 1991 über die Superzahl freuen. Diese Zahl ist die letzte der Losnummer vom Tippschein. Auch die Klassenlotterien "Spiel 77" und "Super 6" mit ihren garantierten Gewinnen können durch die Losnummer mitgespielt werden. == Landesspezifische Zahlenlotterien == Es existieren länderspezifisch verschiedene Systeme:

Österreich 6 aus 45
Niederlande 6 aus 45
Deutschland 6 aus 49
Schweiz 6 aus 45
Italien 6 aus 90


Buch-Tipp: Der Lottomilliardär. Ein mathematischer Krimi Spannung in Zahlen Dieses Buch ist eine echte Herausforderung für Mathematiker und Statiker. Ich selbst habe weder mit dem einen noch mit dem anderen zu tun und muss sagen, dass ich am Anfang etwas überfordert war. Das änderte sich jedoch bei weiterem Lesen, als der frisch gebackene Mathematiker durch Zufall einer Sonja Schweiger und ihrem Vater...

6 aus 49 in Deutschland

In Deutschland wird jeden Mittwoch und Samstag (oder je nach Bundesland auch Sonnabend) gezogen. Man kann auch noch zusätzlich das Spiel Super 6 und Spiel 77 machen. Zu den 6 Zahlen werden zudem noch eine Zusatzzahl und eine Superzahl gezogen.

Von den Spieleinsätzen werden 50 Prozent als Gewinne wieder ausgeschüttet (Totalisatorprinzip). Die prozentuale Verteilung erfolgt je nach Gewinnklasse unterschiedlich. Innerhalb der einzelnen Gewinnklassen erfolgt die Verteilung der Gewinnsumme gleichmäßig auf die Anzahl der Gewinne. Die Gewinnquoten sind somit für alle Spielteilnehmerinnen und Spielteilnehmer in Deutschland gleich.

Die Gebühren zählen übrigens nicht zu den Spieleinsätzen. Und die anderen 50 Prozent der Spieleinsätze werden u.a. in Form von Lotteriesteuer oder Zweckerträgen für Gesundheit, Kultur, Naturschutz, Sport und Wohlfahrt abgegeben.

Es gibt folgende Gewinnklassen:

Gewinnklasse Erforderlich Verteilung der Gewinnsumme
Klasse 1 6 richtige + Superzahl 10%
Klasse 2 6 richtige 8%
Klasse 3 5 richtige + Zusatzzahl 5%
Klasse 4 5 richtige 13%
Klasse 5 4 richtige + Zusatzzahl 2%
Klasse 6 4 richtige 10%
Klasse 7 3 richtige + Zusatzzahl 8%
Klasse 8 3 richtige 44%


Zudem ist ein Jackpot möglich. Dieser kann grundsätzlich in jeder der 8 Gewinnklassen entstehen, wenn kein Gewinn ermittelt wurde. Die Gewinnsumme wird dann der gleichen Gewinnklasse bei der nächsten Ziehung hinzugefügt.

Dazu sind einige Besonderheiten zu berücksichtigen. Übersteigt ein Einzelgewinn in einer niedrigeren Gewinnklasse den einer höheren Gewinnklasse, so werden die Gewinnsummen zusammengelegt und die Gewinne gleichmäßig auf die beiden Gewinnklassen verteilt.

Wird insbesondere in der Gewinnklasse 2 kein Gewinn ermittelt, jedoch in der Gewinnklasse 1 mindestens ein Gewinne, so wird die Summe aus der Gewinnklasse 2 der Gewinnklasse 1 zugeschlagen.

Wird auch nach 14 aufeinanderfolgenden Ziehungen in einer Gewinnklasse kein Gewinn ermittelt, so wird die Gewinnsumme auf die nächstniedrigere Gewinnklasse übertragen.

Festgelegt sind diese Regelungen übrigens in jedem Bundesland in den Teilnahmebedingungen für Lotto.

(Lotto ist in Deutschland Sache der Bundesländer. Gewerbliche Anbieter spielen häufig in dem Sinne der Tippgemeinschaften bei den Lottogesellschaften, nehmen dafür jedoch zusätzliche Gebühren.)

Buch-Tipp: Der Schlüssel zum großen Euro-Millions-Lottogewinn (edition fischer) Für Fans der Euromillionen Die Euromillions, schon bei dem Gedanken gerät man in das Träumen. Während in Deutschland Lottospieler und Medien bei Jackpots ab 15 Millionen Euro verrückt spielen, sind bei der Euromillions Auschüttungen zwischen 50 und 150 Millionen Euro keine Seltenheit. Da 10 europ. Länder mitspielen ( ca. Deutschland leider nicht),...

6 aus 45 in Österreich

In Österreich wird jeden Mittwoch und Sonntag gezogen.

(Zudem gibt es in Österreich ein Zahlenlotto 1-90, welches am Dienstag, Donnerstag und Samstag gezogen wird.)

Beim Lotto in Österreich werden auch 50 Prozent der eingezahlten Summe wieder ausgeschüttet. Diese verteilen sich wie folgt:

Es gibt folgende Gewinnränge:

Gewinnrang Erforderlich Verteilung der Gewinnsumme
Rang 1 6 richtige 42%
Rang 2 5 richtige + Zusatzzahl 8%
Rang 3 5 richtige 9%
Rang 4 4 richtige 16%
Rang 5 3 richtige 25%


Wird in einem Rang kein Gewinn ermittelt, so wird die Gewinnsumme dem gleichen Rang in der nächsten Runde zugeschlagen (Jackpot).

Geregelt ist dies in den Lotto-Spielbedingungen.

Buch-Tipp: Die Relativitätstheorie des Glücks. Über das Leben von Lottomillionären Klappentext Man stelle sich ein Glücksspiel vor, im es fast keine Chance gibt zu gewinnen. Selbst für den kleinsten Gewinn liegt die Wahrscheinlichkeit bei nicht einmal zwei Prozent. Gewiss gibt es stattliche Hauptgewinne, aber die Aussichten einen solchen Volltreffer zu erwischen, sind verschwindend klein. Eher stirbt man beim Kegeln, wie...

Wahrscheinlichkeit des Tipperfolges

Die Treffer-Wahrscheinlichkeit beim Lotto lässt sich über die Hypergeometrische Verteilung ermitteln:

H 49,6,6


H 45,6,6


n Anzahl (n) Wahrscheinlichkeit (n) in % n Anzahl (n) Wahrscheinlichkeit (n) in %
0 6.096.454  43,59649755116915 0 3.262.623  40,056463672459134739
1 5.775.588  41,30194504847604 1 3.454.542  42,412726241427319136
2 1.851.150  13,237802900152576 2 1.233.765  15,147402229081185406
3 246.820   1,7650403866870101 3 182.780   2,2440595894935089490
4 13.545   0,0968619724401408 4 11.115   0,13646308314487554419
5 258   0,0018449899512407771 5 234   0,0028729070135763272462
6 1   0,000007151123842018516 6 1   0,000012277380399898834386
∑ 13.983.816 100 ∑ 8.145.060 100
Erw. Wert 0,7346938775510204 Erw. Wert 0,8000000000000000000
Streuung 0,5775718450645565 Streuung 0,6145454545454545455


Wer die Zahlen aufsummiert ersieht aus der Tabelle, dass die Chance für eine "Niete" (0, 1 oder 2 Richtige von 6 Zahlen) beim österreichischen Lotto bei 97,6 Prozent liegt, beim deutschen Lotto bei 98,1 %.

Der "Erw. Wert" ("Erwartungswert") gibt übrigens die durchschnittliche Anzahl von richtig geratenen Zahlen bei einem 6-er Tipp an.

Wer z. B. bei 6 aus 49 denselben Tipp hundertmal mitspielt, kann mit etwa 73 richtig geratenen Zahlen insgesamt rechnen. (600 wären maximal möglich, bei hundertmal 6 richtigen.)

Buch-Tipp: Erfolgreich Lotto verkaufen Geniale Geschäftsstrategie Nikolaus Rohr, seit über dreißig Jahren in der Aus- und Weiterbildung von Verkäufern aktiv, hat mit diesem Buch eine Anleitung für Verkäufer vorgelegt, die in Form und Inhalt als „gelungen“ genannt werden kann:Theoretisch fundiert und sehr anschaulich formuliert kann er dem Leser...

Anzahl der Tipp-Kombinationen

Mit Hilfe der Kombinatorik lässt sich die Anzahl der möglichen Zahlenkombinationen beim Lotto errechnen. Bei dem Spiel 6 aus 49 (Kombination ohne Zurücklegen) kann man aus 49 Objekten 6 ohne Zurücklegen und ohne Beachtung der Reihenfolge auswählen. Dabei gibt es in der Summe exakt 13.983.816 Möglichkeiten. In dem neuen System mit "Superzahl" wächst diese Zahl noch einmal auf das zehnfache, also 139.838.160.
Für 6 aus 45 gibt es 8.145.060 Möglichkeiten.

Buch-Tipp: Fünf Minuten Mathematik. 100 Beiträge der Mathematik-Kolumne der Zeitung DIE WELT Anschaulich, interessant, ca. zu empfehlen Es ist erfreulich und gleichzeitig beeindruckend, wie Behrends es schafft, die für viele eigentlich unverständliche, abstrakte oder sogar lebensfremde Mathematik für jedermann zugänglich zu machen und sie vom Gegenteil zu überzeugen. Ein weiterer Pluspunkt ist noch die weiterführende Literatur, die...

Lottosysteme

Bei einem Lottosystem werden mehr als die üblichen 6 Zahlen angekreuzt. Damit ist die Chance auf einen Gewinn dementsprechend höher. Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Lottosystemen: Voll-Systeme und Teil-Systeme (vormals VEW-Systeme). Systeme lassen sich auch in Form von Anteilen (aus einem Voll-System) spielen. Die erhöhte Gewinnchance bezahlt man allerdings mit erhöhtem Einsatz und damit der verkleinerten Vervielfachungsmöglichkeit des Einsatzes.

Buch-Tipp: Gewinnspiele in Deutschland und der Europäischen Union fast ein BGB Das BGB für Glücksspiele. Interessanter Ratgeber wenn man sich mit Spielteilnahmen nicht ca. in Deutschland, sondern auch in dem Europäischen Ausland "tummeln" möchte.

Gewinne

Den mit 20.233.178,20 Euro bisher größte Einzelgewinn in der deutschen Lotterie 6 aus 49 gewann am 24.01 2004 eine Frau aus Baden-Württemberg.

Buch-Tipp: Keno - Die Zahlenlotterie. Was Spieler wissen sollten Hier wird klar, wie man KENO spielen muss! Bücher, in denen ganz ungeschminkt über ein Glücksspiel berichtet wird, sind selten genug. „KENO - Die Zahlenlotterie" gehört dazu. Das Motto das Autors ist offensichtlich die Wahrheit, und nichts als die Wahrheit. Dem Leser wird nichts vorgemacht. Dafür werden alle neun Kenotypen ausführlich...

Zitat

Bei dem Gedanken an den gewaltigen Weg, den die Evolution ... zurückgelegt hat, an die ungeheure Vielfalt der Strukturen, die durch sie geschaffen wurden und an die wunderbare Leistungsfähigkeit von Lebewesen - angefangen vom Bakterium bis zu dem Menschen - können einem leicht Zweifel aufkommen, ob das alles Ergebnis einer riesigen Lotterie sein kann, bei der eine blinde Selektion ca. wenige Gewinner ausersehen hat. - Jacques Monod (Zufall und Notwendigkeit)

Buch-Tipp: LOTTO-Ratgeber Lohnenswert! Ein guter Einstieg in die intensivere Beschäftigung mit dem Lottospiel. Am Ende des Buches wird eine sehr interessante Prognosemöglichkeit vorgestellt, die es lohnt länger zu verfolgen.

Weblinks

Der Deutsche Lotto- und Totoblock besteht aus 16 einzelnen Gesellschaften, jeweils pro Bundesland eine Gesellschaft. Jede Gesellschaft hat eine eigene Homepage.

Neben den offiziellen Anbietern gibt es auch diverse private oder gewerbliche Anbieter diverser Produkte, beispielsweise:

  • Lottosysteme (http://www.winnersystem.org/lottosysteme.html) (www.winnersystem.org), u.a. Informationen über VEW- und Vollsysteme
  • Lotto (http://www.playbest.de) (www.playbest.de), u.a. Informationen zu dem Thema Lotto, Systeme (VEW/Voll), Lotterie
  • Alles Rund ums Lotto (http://www.dielottozahlen.de) (www.dielottozahlen.de), u.a. umfangreiche Statistiken, Voraussagen, kostenlose Lottozahlenservices

Spielscheinabgabe:

Literatur:

  • Lottobücher von Robert Neuendorf (http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3831121893/) (www.amazon.de), Deutschlands bekanntester Lottobuchexperte gibt in seinem Buch zahlreiche Tricks und Tipps preis.


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